Wohnhochhaus Gudrunstrasse
In Bau : KIBB & Mischek

Schaffen einer stadträumliche Kante zur Gudrunstraße. Das Gebäudevolumen wird nach Möglichkeit vom Park weg verlagert. So ist es möglich, dass auch die Wohnungen an der Gudrunstraße Blickbeziehungen zum Park erhalten. Durch das Konzentrieren der Wohnungen zur Gudrunstraße entsteht im Gegenzug eine Weite zum Park.

Die wohnungsbezogenen Loggien erhalten alle einen 70cm hohen, geschlossenen Brüstungsteil sowie ein aufgelöstes Geländer darüber. Gleiches gilt für die Fenster. So wird erreicht, dass die notwendige Privatheit beziehungsweise der notwendige Schutz der Bewohner geschaffen wird. Je Stiegenhaus gibt es einen Eingang der die Fassade gliedert und so überschaubare Einheiten im Straßenraum bildet.

Ein liegender sowie ein stehender Baukörper werden physisch geschaffen und trennen die beiden Bauteile vertikal. Stadträumlich sind die beiden Bauteile allerdings horizontal geteilt. So entstehen zwei unterschiedliche Gebäudetypen. Einerseits der 37m lange, liegende Bauteil, sowie das Hochhaus.
Ein dem städtebaulichen Maßstab entsprechender Sockel nimmt die für Wien typische Traufhöhe auf. Sie bildet den niedrigen Bauteil genauso ab wie das Hochhaus. Mit einer optisch getrennten Fuge ragt
der Hochhausbauteil über diesen Sockel und bildet, klar erkennbar, eine Zäsur die den Sockel vom darauf sitzenden Bauteil trennt.

Im niedrigen Bauteil wurde deshalb bewusst auf die Herstellung von Dachgeschoßwohnungen verzichtet.
Eine durchgehende Erschließung verbindet Riegel und Hochhaus im Erdgeschoß. Die soziale Infrastruktur orientiert sich an der Erdgeschoßzone und nutzt diese. Der Gemeinschaftsraum ist an der Schnittstelle von Riegel und Hochhaus sowie Vorplatz und Garten. Blickbeziehungen zur Straße sowie in den begrünten Freibereich im Inneren entstehen und sind erwünscht. Ausgänge in den Garten sowie straßenseitige Eingänge und die Müllräume, ein Tischtennisraum und zusätzlich anmietbare Einlagerungsräume, ergänzen diese verbindende Eingangszone.

Im Riegel werden jeweils drei Wohnungen über ein Stiegenhaus erschlossen. Die beiden größeren Wohnungen orientieren sich zweiseitig. Individualzimmer zum Garten, Wohnbereich mit Loggia zur
Straße. Die kleinere Wohnung ist rein nach Süden ausgerichtet, ebenfalls mit Loggia. Im Hochhaus werden die Wohnungen über ein zentrales Stiegenhaus erschlossen.

Die Wohnungen selbst sind an den Enden des Gebäudes nach zwei Himmelsrichtungen angeordnet. Dazwischen befinden sich kleine Wohnungen die sich einerseits zum Platz und andererseits Richtung
Garten orientieren. Loggien sind den Wohnräumen vorgelagert. In den Wohnungen über dem Sockel ist ein großzügiges, durchgängiges Loggiaband nach Südosten vorgelagert.