Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology Productcenter
7.500m² Generalplanerauftrag

Das Projekt, das wir als Generalplaner abgewickelt haben, resultiert aus dem Gewinn eines geladenen Wettbewerbes des Weltmarktführers für Hochpräzisionskomponenten in der Erdölindustrie. Eine neue Produktionshalle für die im hundertstel Millimeter Toleranzbereich gefertigten, viele Meter langen Bohrstangen war erforderlich. Die Lage der neuen Halle an der Zufahrt zum Werksgelände ist prominent. Die Prozesse  im Werksgelände für die Produktion sollten gleichzeitig optimiert werden.  Über viele Jahre war die aktuelle, sehr beengte Situation am Standort gewachsen.

Wir schlugen vor, dass die klare Haltung des Unternehmens, das präziseste Erzeugnisse mit großem technischen Know-how, aber ohne großes  Aufsehen fertigt,  mit dem neuen Bauwerk auch nach außen kommuniziert wird.

7.800m² Produktionshalle,  1.200m² Büro,  das Freilager, die zentrale Zufahrt zum Gelände sowie ein Sozial- und Fitnessbereich sowie Labors sind in einem Körper vereint. Die Halle übernimmt mit ihrer Auskragung über der zentralen Zufahrtskontrolle eine Torfunktion. Klar, unprätentiös, aber in ihrer Größe durchaus gut sichtbar und das neue Zeichen nach außen.

Die zuvor sehr langen Verkehrswege werden reduziert, indem eine  für LKWs befahrbare Versandzone in der Halle eingerichtet wird.  Der Lagerplatz im Freien ist in das Gebäudevolumen integriert und durch Kränen mit der Verladezone gekoppelt. Unterirdisch schließt die neue Produktion an bestehende Produktionsstraßen an. Der zuvor erforderliche Werksverkehr zum Transport zwischen einzelnen Punkten in der Produktion wird reduziert.

Nach außen tritt das 11 Meter hohe Gebäude  in zwei  Schichten in Erscheinung.  Als Dach ein homogener 6 Meter hoher schwarzer Körper. Darunter ein rundum laufendes, mäanderndes Glasband, das je nach technischer Anforderung im Inneren mehr oder weniger Glasanteil zur Belichtung sowie Stahlbetonanteil als Prall- und Anfahrschutz  bietet.

Der Versand ist von der öffentlichen Straße einsichtig, die sensible vor Einblicken von außen zu schützende Produktion ist nur intern von der zentralen Werksstraße an der auch Kunden zu Verkaufsgesprächen entlanggeführt werden einsichtig.

Brandschutztechnisch ist die Produktionshalle vom Büro getrennt, die Halle selbst ist in Rauchabschnitte geteilt, bildet aber einen gemeinsamen Brandabschnitt. Die Halle ist aus Stahlstützen und Stahlfachwerken konstruiert. Die Haustechnik nutzt den Raum des Fachwerkes. Aufgrund des produktionsbedingt hohen Ölnebels in der Halle ist eine leistungsstarke Haustechnik konzipiert.

Generalplanerauftrag gemeinsam in Arge mit Haustechnik ZENCON GmbH

Fotos: Andreas Buchberger & Hertha Hurnaus