Basis, Höfe + Solitäre

Der Neubau steht gleichberechtigt neben der historischen Substanz, eine klare Nahtstelle trennt Alt und Neu. Als Verteilebene der Justizanstalt dient die Basis, die Gemeinschaftseinrichtungen beinhaltet. Die Gefängnismauer ist Teil der Basis und wird partiell zu deren äußeren Abschluss.
In diese Basis sind Höfe eingeschnitten, die die Einrichtungen der Basis belichten. Die Höfe strukturieren diese Einrichtungen und bieten differenzierte Freiräume.
Oberhalb der Basis wird die Struktur aufgelöst. Drei solitäre Baukörper nehmen die Hafträume und die Verwaltung auf. Der hervorstehende Altbautrakt, der die U-Hafträume beinhaltet, wird strukturell dem Neubau zugeordnet. Die Form des Bestandes wird damit bereinigt. Die aufgelöste Struktur in den Obergeschossen ermöglicht vielfältige Ausblicke und Durchblicke. Die Verwaltung orientiert sich zur Stadt und der Ill hin. Eine kreuzungsfreie Anbindung aller Abteilungen an die gemeinsam genutzten Einrichtungen ist gewährleistet. Klare Erschließungszonen, eingeschnittene Höfe und die aufgelöste Struktur in den Obergeschossen bieten eine einfache Orientierung. Wettbewerb 2006