Umbau Operationsbereich Krankenhaus Dornbirn
Nicht offener Realisierungswettbewerb 2014

Das Gebäude wird um einen neuen nördlich situierten Sterilgang und um einen Körper bis zur
westlichen Grundgrenze erweitert.


Dem Wunsch nach Adaptierung auf den neuesten technologischen Stand und Erweiterung des
Operationstraktes im KH Dornbirn folgend, schlagen wir eine zeitgemäße Architektur vor, die
sowohl mit dem bestehenden Körper als auch mit der Umgebung, insbesondere mit der
Baumallee, behutsam und sorgfältig umgeht.


● Der Zubau ist ein einziger selbstbewusster, im Bestand gut integrierter Körper. Er
kommuniziert das moderne und hoch technisierte Geschehen in den Operationssälen nach
außen und spielt an der Fassade ein Spiel durch Reflexion mit dem umgebenden
Baumbestand.


● Der Baumbestand wird erhalten, denn die Allee stellt eine landschaftlich wertvolle Pufferzone
dar. Der Zubau nimmt diese Allee auf und verstärkt dadurch die Uferkante. Dieser erfolgt auf
Höhe der Baumkronen, das Personal hat einen direkten Blick ins lebendige Grün. Auch bei
lange dauernden Operationen wird den Mitarbeitern der direkte Bezug nach außen
ermöglicht und erlaubt das Miterleben des natürlichen Tagesverlaufs und Wettergeschehens.


● Ein Spiel durch Reflexion an der großzügigen, spiegelden und semitransparenten Glasfassade
mit eingeätzer Streifenstruktur vervielfacht den Baumbestand in optischer Weise und bettet
den neuen Baukörper unaufdringlich ein.


● Die Fluchtstiegen agieren als zwei eigenständige Körper und lehnen sich zum Gebäude, ohne
es zu berühren. Sie führen nur bis ins OG1 und sind somit in ihrer Maßstäblichkeit minimiert.


● Die Auskragung des Zubaus ermöglicht einen ungehinderten Zugang zu den im EG liegenden
Räumen wie der Med Gaszentrale und auch die Durchfahrt zum Radweg. Nordseitig
garantiert die schlanke Auskragung weiter die erforderliche Belichtung der darunter liegenden
Räume.

Medizintechnik: www.limet.at DI, Jens Liebmann